Der Titel des heutigen Beitrages ist sicher etwas rätselhaft, wird aber später klar. Es geht, wie in letzter Folge angekündigt, um die Brüder Kaczyński und ihre Partei. Das Thema ist für das Verständnis von heutigem Polen sehr wichtig.
Die Kaczyński Brüder sind Zwillinge und wurden 1949 geboren. Das Verhältnis ihren Eltern zu Kommunismus ist unklar. Ihr Vater gehörte zwar während des Krieges der rechten und sowjetfeindlichen Widerstandsorganisation Polnische Heimatarmee an, entgegen gängiger Praxis wurde er aber nach dem Krieg nicht deswegen benachteiligt. Im Gegenteil - die Kaczynskis bekamen einige Privilegien, sie konnten zum Beispiel eine schöne Villa in einem guten Stadtteil Warschaus günstig erwerben. Ein Indiz, dass er mehr als nur ein Mitläufer der stalinistischer Regierung sein musste.
Als die beiden Jungs dreizehn waren, wurden sie zu Schauspieler. Sie bekamen die Titelrollen in einem Kinderfilm. Es war eine Verfilmung eines Kinderbuches von Kornel Makuszyński mit dem Titel, der sich wörtlich als "Über zwei solche, die den Mond stahlen" übersetzen lässt. Der Film war auch in der DDR unter dem Titel "Die zwei Monddiebe" bekannt.
Die Handlung des Buches (und des Filmes) passt ziemlich gut zu den Beiden. Die Helden sind eben Zwillinge, sie sind faul, grausam, kennen keine Regel, kein Respekt und missachten Alle um ihre Ziele zu erreichen. Sie bedienen sich dabei ihrer Ähnlichkeit, gewinnen zum Beispiel einen langen Wettlauf indem ein von den Brüder an den Start geht und später verschwindet, und der andere nur den Finish läuft und als erster schafft. Ihr größter Coup ist eben den goldenen Mond, während der voll ist, zu stehlen. Sie wollen ihn verkaufen, um bis zum Ende ihres Lebens nicht arbeiten zu müssen. Hier ein Dialog aus dem Film, der nachträglich prophetisch erscheint (Übersetzung von mir, ich weiß nicht wie es in der DDR-Synchronisation war):
Der Mond wird aber im Netz immer kleiner und verschwindet dann ganz. Jemand der die Kaczyńskis zu diesem Film engagierte, musste ein Prophet sein. Im Buch und Film lernen die beiden Helden dann, dass Habgier und Faulheit einem nicht wirklich weiterhelfen und die ehrliche Arbeit besser ist. Polen wäre jetzt ein viel besseres Land, wenn die kleinen Schauspieler es auch gelernt hätten.
Das Buch wurde übrigens noch mal in den Achtzigern als ein Zeichentrickfilm verfilmt (polnische Trickfilme sind auch weltberühmt, dazu aber bei einer anderen Gelegenheit) etwas im Stil von Yellow Submarine. Die Musik dazu schrieben die polnischen Nachahmer der Gruppe Police - die Gruppe namens Lady Pank.
Aber zurück zu unseren heutigen Helden. Die beiden Brüder studierten dann Jura und machten seine Dissertationen. Ihre Wege trennten sich aber etwas. Der eine Lech Kaczyński, zog nach Danzig, heiratete, bekam eine Tochter und wurde zum Professor in Jura. Der andere, Jarosław Kaczyński, blieb bei seiner Mutter und arbeitete an einer Hochschule als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später an der Universitätsbibliothek. Ende Siebziger wirkten die beiden bei der antikommunistischen Opposition mit. 1981, während des Ausnahmezustands wurde nur der Lech inhaftiert. Der Jarosław versucht es immer wieder herunterzuspielen, es wäre ein Fehler des Sicherheitsdienstes, aber entweder war er so unbedeutend, oder hat eine Loyalitätserklärung unterschrieben. Beide Möglichkeiten sind kompromittierend, die zweite Variante scheint wahrscheinlicher. Die Erklärung wurde sogar in den Akten des Sicherheitsdienstes gefunden, wurde aber von Kaczyński als gefälscht abgelehnt. Dabei hält er alle anderen Unterlagen der kommunistischen Sicherheit für echt und glaubhaft.
Es gibt Berichte aus ihrer Zeit bei der antikommunistischen Opposition, die beiden wären schon damals sehr zickig und nachtragend und fühlten sich ständig von vermeintlichem Auslachen wegen ihren Namen (der von dem Wort kaczka - Ente abgeleitet ist) beleidigt.
1989 wurden die Beiden Parlamentariern und Berater von zukünftigen Präsidenten Lech Wałęsa. Es endete mit einem großen Streit und der Wałęsa hat die beiden herausgeschmissen. Dann gründeten die Brüder eine Partei mit, die konservativ orientiert war. Die rechte Seite der politischen Bühne in Polen ist sehr zerstritten, den Mikado-Stab lasse ich aber momentan in Ruhe. Um die Sache kurz zu halten: Nach mehreren abenteuerlichen Umgestaltungen der Parteiszene wurde der Jarosław Kaczyński 2001 zum Leader eigener Partei mit dem Namen Recht und Gerechtigkeit. Ich werde weiter die polnische Abkürzung PiS verwenden.
Die neue Partei wollte die rechte Seite der politischen Szene für sich in Anspruch nehmen. So standen im Programm Konservatismus, Katholizismus, Nationalismus und harter Kampf gegen Kriminalität. Insbesondere ging es um die Wirtschaftskriminalität und Korruption. Wirtschaftlich war das Programm mehr wage, und weniger "rechts" - die bestpassende Bezeichnung wäre "populistisch". Vor allem war dort von einer Verschwörung der ehemaligen Sicherheitsdienstmitarbeiter die Rede, die die Wirtschaft in seiner Hand hätte und bekämpft werden müsse.
Von dem Stil her, war (und ist) es eine typische Führerpartei. Alle spielen für den Führer, jede Selbstständigkeit wird bestraft. Bis zum Rausschmiss.
In Parlamentswahlen 2001 wurde PiS mit 9,5% die viertstärkste Partei. 2005 ging es der Partei besser - mit 26,99% war sie die Stärkste. Üblich ist, dass der Leader der Partei dann zum Ministerpräsidenten wird, der Jarosław hat aber den Kazimierz Marcinkiewicz regieren lassen. Der neue Ministerpräsident war aber nicht eigenständig - er war nichts mehr als eine Marionette des Parteiführers. Der Jarosław Kaczyński hatte seinen Grund - sein Bruder kandidierte in der Präsidentschaftswahl (in Polen eine Direktwahl), er fürchtete, dass so eine Doppelspitze von Wählern nicht akzeptiert wird. Und der Lech hat die Präsidentschaftswahl in der Stichwahl gewonnen.
2006 zerbrach die dünne Koalition und eine neue Regierung musste her. Jetzt war der Jarosław Kaczyński bereit, diesen Posten zu übernehmen. In seiner Exposee sagte er ein seinen berühmten Sätze:
Jarosław Kaczyński(...) und kein Weinen und kein Geschrei kann uns überzeugen, dass Schwarz schwarz ist und Weiß - weiß!
Klar, es war ein Irrtum, er wollte es umgekehrt sagen, es ist aber eine präzise Beschreibung der Einstellung von PiS. Alles wird verdreht, wie es gerade passt, Protest und Diskussion sind zwecklos.
So wurde der goldene Mond gestohlen, er lag im Netz und glänzte. Was machten die beiden mit ihm?
Kein Wunder, dass der Mond immer kleiner wurde. Die Wahlen in 2005 waren die einzigen, die PiS gewonnen hat. Seitdem ging es immer abwärts. (Heute nicht mehr, aber zur heutigen Stand schreibe ich irgendwann mal mehr).
Jarosław Kaczyński lebt mit seiner Mutter und einer Katze. Hat kein Bankkonto (Zitat: Dann könnte mir jemand Geld auf mein Konto überweisen, und es wäre Korruption), kein Führerschein, kennt keine Fremdsprachen... Seine Zähne sind nicht gepflegt und kaputt, seine Schuhe (auch bei vielen offiziellen Anlässen) abgenutzt und mit gerissenen Schnürsenkeln.
Einmal wurde eine PR-Aktion organisiert, der Jarosław wollte sich als nah der täglichen Sorgen der polnischen Familien stehend inszenieren. Er ging mit der Begleitung der ihm treuen Presse in einen Lebensmittelladen und dort konnte man genau sehen, dass er es noch nie im seinem Leben tat. Er legte zum Beispiel ein Brot in den Warenkorb ohne irgendeine Verpackung direkt auf nicht gewaschenen Kartoffeln.
Der Lech war dank seiner von ihm deutlich älterer Frau besser sozialisiert, aber auch kein richtiges Vorbild.
Wie man hier sieht, die Beiden sind (sorry, sind stimmt nicht ganz, der Lech ist schon Tod, nach manchen gefallen beim Smoleńsk) einfach Nieten, und ihre Partei zieht magnetisch andere Nieten an. Obwohl: eigentlich halten sich Polen für keine Nieten - sie hätten doch keine Angst, seien sehr erfolgreich (nur wenn nicht die Deutschen und die Russen...) und jeder wäre ein Adeliger.
Was? Es geht nicht, dass alle Adel angehören? Es geht doch, dazu mehr in nächster Folge.
]]>Was hat es aber mit dem vorherigen Mikado-Stab zu tun? Fliegen (wie viele andere Tätigkeiten auch) ist heutzutage weniger die Sache des Könnens, mehr aber der Einhaltung der Vorschriften und Prozeduren. Und damit haben viele Polen Probleme. Und wir sind wieder beim können/dürfen.
Jeder Leser, der sich für das Geschehen in der Welt interessiert, kann sich sicher an diese Bilder erinnern. 10.04.2010, die polnische Regierungsmaschine liegt in Trümmern im Wald beim Smolensk. Schwer zu glauben, es war aber auch die Folge des können/dürfen Missverständnisses. Aber in der Reihe nach.

Katastrophe polnischer Regierungsmaschine in Smolensk Quelle: {a href="http://www.prsteam.net/"]PRSteam.net{/a] via Wikipedia
Es ist eine so blamierende Geschichte, dass es für mich peinlich ist, sie den ausländischen Lesern zu erzählen. Wieder berühren sich an diesem Punkt viele Mikado-Stäbe, ich versuche aber die Anderen möglichst wenig anzufassen, zu diesen komme ich später.
Es ging so: Der damalige Präsident Lech Kaczyński (Stab momentan in Ruhe lassen), wollte nach Katyń fliegen. In Katyń wurden 1941 tausende polnische Offiziere von Sowjeten ermordet, für die polnischen Patrioten, insbesondere die rechtsorientierten, ist es ein fast heiliger Ort (Stab vorläufig nicht berühren). Der nächste Flugplatz liegt beim Smolensk, ist aber seit mehreren Jahren stillgelegt. Übrigens: Es war ein Militärflughafen.
Ein paar Tage davor gab es ein offizielles Treffen von dem polnischen Ministerpräsidenten Tusk (Finger weg von dem Stab) und seinen russischen Pendant Putin in Katyń. Dafür wurde der Flugplatz entsprechend ausgestattet , auch mit ILS und jedem Schnickschnack, für den einen Tag wieder geöffnet, aber danach wurde alles demontiert.
2010 war ein Wahljahr, so wollten die Gebrüder Kaczyńscy (ich muss der Versuchung widerstehen, diesen Stab gleich mitzunehmen) bei seinen Wähler mit diesem Besuch punkten. Weil sie dem Rechtskonservativen und patriotischen Lager angehören (und alle seine Mitstreiter und Beamten auch), ging alles in bester Tradition der polnischer Wirtschaft vor sich:
Ist es jetzt klar, was es mit können/dürfen Unterschied zu tun hatte? Alle konnten etwas, keiner dachte, ob er es darf. Alle Vorschriften und Regeln waren nichts, man konnte alles. Und die Folge: 96 Tote.
Und es war kein Einzelfall - das ganze hatte ein Vorspiel (eigentlich mindestens zwei). Die wichtige Frage ist, warum der Pilot nicht einfach wo anders landen wollte.
Und es war wieder eine können/dürfen Geschichte. Der Kapitän Protasiuk aus dem Flug nach Smoleńsk flog etwas mehr als ein Jahr zuvor (2008) mit dem Präsidenten als zweiter Pilot nach Georgien. Während des Fluges wollte der Kaczyński wo anders als geplant landen und der Kapitän weigerte sich die Flugroute zu ändern. Es wäre doch gegen Sicherheitsvorschriften, es war doch Kriegszone. Kaczyński wollte sich als Oberbefehlshaber der Streitkräfte durchsetzen, der Kapitän blieb aber unbeeindruckt.
Solches Verhalten lassen die Kaczyński Brüder nicht zu. Für sie gibt es kein darf man nicht. Der Flugkapitän wurde öffentlich als Feigling bezeichnet und hatte viele Probleme im Dienst. Ein Abgeordneter aus dem Kaczyńskis Lager verlangte offiziell nach seinem Entlassen. Protasiuk sah das alles genau und er hatte eine Frau und zwei Kinder zu versorgen. Brauche ich es weiter zu erklären?
Gehen wir noch weiter zurück: Januar 2008. 16 Kommandanten der polnischen Luftstreitkräfte und 4 Besatzungsmitglieder fliegen mit einer Militärmaschine der Marke CASA nach Hause. Alle nahmen an einer Konferenz teil, das Thema war - ironischerweise - Flugsicherheit bei der Luftstreitkräften. Beim Anflug an Militärflughafen in Mirosławiec, bei schlechten Sichtverhältnissen crashte die Maschine. Alle tot. Der gesamte Ablauf und die Ursachen der Katastrophe waren der Smolensk-Ereignisse ziemlich ähnlich. Schlechte Ausbildung der Piloten, Nichteinhalten der Vorschriften und Prozeduren usw.
Jetzt das bizarrste und traurigste: Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte war damals der General Błasik, nominiert von Präsident Lech Kaczyński und sein Vertrauter. Er müsste eigentlich die politische Verantwortung wahrnehmen und gehen, der Präsident stand aber fest hinter ihm. So blieb er auf seinem Posten. Er versprach die Zustände bei den Luftstreitkräften zu verbessern, alles blieb aber beim Alten. Und der Błasik würde danach natürlich alles für Kaczyńskis tun, egal ob man es darf, oder nicht. Manche Leute lernen nie etwas.
Im Smolensk-Unfall fand auch der Abgeordnete aus Kaczyńskis Lager tot, der offiziell im Parlament verlangte, den Georgien-Piloten wegen Feigheit zu entlassen. Manches darf man einfach nicht, manche begreifen es nie. Oder zu spät.
Aber warum ist es so? Oh! Das ist ein meiner Lieblingsstäbe! Den ziehe ich in nächster Folge heraus!
]]>Die in Polen populäre Variante von Mikado heißt bierki (der Name kommt von brać - nehmen), die Stäbe sind aus Plastik und haben verschiedene Formen, die aus der Seefahrt entstammen - Speer, Paddel, Harpune, Bootshacken und Dreizack. Die einzelnen Formen werden verschieden gepunktet, die Spielidee ist aber genau die gleiche wie bei Mikado.
Die Idee, Polen über die Sprache zu erklären, war ganz gut. Ich habe langsam einen Plan, wie ich die Beiträge weiter schreiben soll. Ich werde die Mikado-Metapher verfolgen - die einzelnen Themen herauspicken, aber möglichst ein auf einmal. Heute der erste Stab: zwei Modalverben - können und dürfen. Ich hatte schon einen Beitrag über die deutschen Wörter können und dürfen für Polen, jetzt das Gleiche aber umgekehrt - über polnischem Verständnis von diesen zwei Verben für Deutsche.
Die Formen, die auf dem Titelbild meines Blogs und auf einigen anderen Bilder zu sehen sind, sind eben Bierki-Stäbe. Was vielleicht manche Leser gerade bemerkt haben: Ich habe mehrere Beiträge geschrieben bevor ich mit dem Blog offiziell gestartet habe. Deswegen heißt mein Blog schon vom Anfang an "Polnisches Mikado" (ursprünglich wollte ich ihn "Polen, so nah und doch so fern..." nennen, was schließlich in den Untertitel gewandert ist) und hat auch Fotos mit bierki-Stäben, natürlich in Weiß und Rot - den polnischen Nationalfarben. Vielen Dank an agatanal, die mir die bierki geschickt hat, weil aber keine in Rot und Weiß zu finden waren, müsste ich die selber lackieren.
Na dann fange ich an: Für die Deutschen ist der Unterschied zwischen können und dürfen offensichtlich, ich brauche es gar nicht zu erklären. In Polen ist es aber anders. In Polen fragt keiner auf die Weise, die man
wörtlich ins Deutsche als "Darf ich?" übersetzen würde. Diese Frage lautet immer "Kann ich?". Den Unterschied muss man einem Pole lange erklären und dieses Konzept ist für ihn schwer verständlich. Es gibt Sprichwörter wie "Wenn man will, kann (ein Deutsche würde hier darf sagen) man alles, nur langsam und vorsichtig". Für einen Polen, wenn er etwas kann, dann darf er es auch. Eventuell muss er dabei aufpassen, damit er dabei nicht erwischt wird.
Es gibt auch prominente Beispiele dieser Denkweise. Vielleicht dieser: Es gibt in Polen einen konservativen Politiker aus Krakau, der sogar mal ernsthaft als ein Kandidat für Ministerpräsidentenposten betrachtet wurde. Er ist etwas exzentrisch, trägt immer einen Hut, sein zweiter Vorname ist Maria (natürlich nach der Gottes Mutter). Seine Frau ist eine ebenso exzentrische Russland-Deutsche. Jan Maria Rokita heißt er (lustigerweise heißt in vielen polnischen Märchen ein der Teufeln eben Rokita). Quintessenz des polnischen Konservatismus. Vor Paar Jahren, als er schon nicht mehr in der Politik präsent war, flog er mit einem Lufthansa-Flieger aus München nach Krakau in Economy Class. Oder besser gesagt: Er wollte fliegen. Vor dem Start wollte er sein Mantel in einem Schrank im Business Class hängen lassen und sein Hut dort ablegen. Die Flugbegleiterin weigerte sich es ihm zu erlauben und er konnte es überhaupt nicht begreifen! Für ihn war es total unverständlich dass es ein Ding gibt, das er machen kann, aber nicht darf. Er stellte sich stur ("Wissen Sie wer ich bin?" - er war aber niemand mehr), und rief in Richtung der im Flugzeug sitzenden Polen: "Hilfe! Deutsche schlagen mich! Sie sind doch Polen, bitte helfen Sie mir!". Die gerufene Polizei holte ihn aus dem Flieger in Handschellen heraus, und er sollte ein sattes Bußgeld bezahlen. Er tat es nicht und bis heute steht in Deutschland ein Haftbefehl gegen ihn. Immer noch glaubt er, er würde wegen seiner Nationalität misshandelt. Es ist umso seltsamer, dass er Jura studierte, er müsste eigentlich etwas von Recht, Gesetz und Vorschrift verstehen!
(Wenn jemand etwas mehr darüber wissen möchte, HIER ein Link zum Artikel in deutscher Wikipedia. Der misst aber den wirklichen Streitpunkt.)
Das Positive daran: Immer mehr Polen verstehen den können/dürfen Unterschied. Der Politiker wurde in Polen allgemein ausgelacht und seine Schreie im Flugzeug (die jemand aufnahm) waren eine Weile lang ein beliebtes Handy-Klingelton. Keiner der Mitfliegenden hatte Verständnis für ihn.
Diese Geschichte war ziemlich lustig (etwas weniger wenn man bedenkt, dass so ein Mensch Ministerpräsident werden könnte), ich will aber keine Konkurrenz der Boulevard-Presse machen. Bei mir wollen wir den Sachen tiefer auf den Grund gehen. Also die Frage: Wie kommt das?
Hier kommen wir zu einem Punkt, in dem unser Stab viele andere Stäbe berührt. Der nächste Stab, den ich herauspicke, ist mit diesem so eng verbunden, wie die zwei Teile eines Dreschflegels: Der können/dürfen Unverständnis kann zu Katastrophe und Tod führen. Unbedingt die nächste Folge lesen!
]]>