Es ist kein Vortrag. Es ist ein Feuilleton. Wenn es mir zu einem guten Spruch, einem schönen Vergleich, einer überraschender Pointe usw. passt, werde ich mogeln, schummeln, verschweigen, verdrehen – alles, nur nicht lügen.
So wenn etwas nicht ganz korrekt ist oder fehlt, ist es in den meisten Fällen meine bewusste Entscheidung.
Die Umschreibung ist nicht notwendig, weil die Texte ohne diakritischen Zeichen verständlich bleiben.
Ich bin älter als Du, so alt dass ich mich alle diese Probleme erinnere, als noch keinen verbindlichen Standard für die polnischen diakritischen Zeichen gab. “Zadanie kata na lace” fällt mir aus dieser Zeit ein.
Das ist eine zu weit gegangene Vereinfachung
Bewusst gemacht, vollkommen bewusst.
aber weiß ich nicht, worum es mit diesen Namen der Berufe dir geht. Könntest du es mal erklären?
Vielleicht würde hier das Wort “Beschäftigungen” besser passen. Es geht um solche Substantive wie “kierowca” (Fahrer), “łowca” (Jäger), “zabójca” (Killer), “zbawca” (Heiland) usw. Nach der gängigen Regel sollten die “kierowiec“, “łowiec“, zabójec” und “zbawiec” heißen. Immer wieder kehrt die Diskussion zurück, dass man die weiblichen Formen für viele Berufe schaffen soll (siehe “minister” -> “ministra”), diese Gruppe der Substantive stört dabei gewaltig. Meiner Ansicht nach müssten für diese Namen die rein männlichen Formen geschaffen werden und die bisherigen sollten als weibliche gelten, so wäre es einfach und einheitlich.
Dual ist nur ein Archaismus
Klar. Ist aber ein schöner Punkt in der Liste.
Nichtmännlich-sachlich hat noch 3 Varianten
Gut das ich einen Sprachwissenschaftler auf Bord habe ![]()
Eine interessante Einstellung zum Tempora
Danke, das ist eben die Ingenieurskunst ![]()
Nicht ganz deutlich sprechende, vor allem aber die Grammatik auf die leichte Schuler nehmende Politiker, die darüber hinaus promovierte Juristen sind, sind eindeutig keine polnische Spezialität
Klar, auf den Anteil kommt aber an.
Darf sich eine Sprache, in der man immer wieder rätseln muss, wie man ein bis dato unbekanntes Wort schreibt, eine einfache nennen?
So gesehen gibt es in der Welt überhaupt keine einfachen Sprachen.
Aber den Verhältnis einfacher – komplizierter kann man (mindestens in diesem Fall) trotzdem bestimmen.
]]>Die polnische Grundschule (zu den zeiten von 8-jähriger Grundschule) lernte, dass es keine Aspekte gibt, vielmehr zwei Arten von Verben: die “vollbrachten”, die abgeschlossene Tätigkeiten beschreiben und die “unvollbrachten” Verben, die entsprechend ein “Mittendrin” bezeichnen. Und tatsächlich, existieren für die beiden Infinitivformen. Ferner gibt es nicht zu jedem “unvollbrachten” Verb einen “vollbrachten” Pendant: so zu “okopywać” (umgraben) gibt es “okopać” (umgraben (haben)), zu “kopać” (graben) jedoch kein vollbrachtes Verb. Und der Futur der vollbrachten Verben entspricht 1:1 dem Präsens der unvollbrachten Verben (“okopię” / “kopię”), was auch ja logisch ist, denn wenn man was abgeschlossen hat, dann liegt es in der Vergangenheit und wenn man was grade abschließt, dann ist man doch noch nicht janz fertig.
]]>Einem Deutschen, der das Große Latinum mal gemacht hat, sollten übrigens die Grundzüge der polnischen Grammatik nicht ganz fremd sein. Die Diakritik ist eine andere Geschichte, dafür ist, abgesehen von einigen Dilemmas (z.B. u/ó), die Rechtschreibung recht eindeutig. Im Deutschen ist die Sachlage bei Fremdwörtern prekär: Rhythmus/Rytmuß/Rütmus/…, hier wäre fast alles möglich. Wieso nicht einfach “Kompjuter” und “Kontäiner” schreiben, so wie das die praktischen Polen mit “Komputer” und “Kontener” tun? Wieso keine “Scharlottenburger Schosche”, kein “Volker (Folker?) Bufjä”? Darf sich eine Sprache, in der man immer wieder rätseln muss, wie man ein bis dato unbekanntes Wort schreibt, eine einfache nennen?
]]>Selbstverstaendlich
Bitte den Beitrag an nrd@cmosnet.de schicken (ich muss endlich Administratoradresse an allen meinen Blogs hinzufügen).
]]>“Bitte keine Vorlesung, eher ein Feuilleton. Leicht und unterhaltsam.”
Selbstverstaendlich ![]()
[CMOS: blockquote Tag korrigiert]
]]>denn nehme ich mir heraus meine Meinung auszudrücken, dass ich ein besserer Sprachwissenschaftler als du/Sie bin
Daran bestehen keine Zweifel, ich bin eben gar kein.
obwohl ich nicht weiss, ob dutzt man Fremden auf Deutsch im Internet oder nicht
Hier wird geduzt, egal wie es sonst gemacht wird.
Und was noch – es wäre mir sehr angenehm, einen Gastbeitrag über die Dialekte des Polnischen zu schaffen.
Gerne, ich freue mich sehr dass ich schon nach Paar Tagen erste Kommentare habe. Als ich auf Polnisch angefangen habe, hat es ein Monat gedauert. Und Gastbeiträge hatte ich in mehr als drei Jahren nur zwei. Ich habe schon einige Beiträge im Voraus vorbereitet, aber noch keinen über Dialekte.
Zur Form der Beiträge: Bitte keine Vorlesung, eher ein Feuilleton. Leicht und unterhaltsam.
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